Mein Podcast Setup

Jürgen Alker
3 min readNov 13, 2019

In den vergangenen Wochen habe ich mich mit der Frage beschäftigt, welches Equipment ich zur Aufnahme meines Podcasts brauche.

Wie so oft gibt es auch hier keine einfachen Antworten auf die Frage, welches Mikrofon denn das Richtige ist, ob man direkt in den Rechner aufnimmt oder eher ein Aufnahmegerät nutzt.

Audio-Technica ATH-M50X, Sennheiser MD441, Fethead, Stative, Zoom H6N

Mikrofon
Kern eines jeden Podcasts ist der gute Ton. Und den macht nun mal vor allem das Mikrofon. Bevor es aber um den Ton ging, stand für mich die Frage im Vordergrund, wie ich die Mikrofone eigentlich einsetzen möchte.

Als Headset, wie sie oft bei Vorträgen verwendet werden? Oder halte ich es lieber in der Hand? Oder ist ein drahtloses Ansteckmikro das Beste?

Ich wollte weder mir noch meinen Gästen ein Headset “zumuten”. Das Mikro in der Hand halten ist so eine Sache. Die Wenigsten schaffen es immer den idealen Abstand zu halten. Ansteckmikros schieden für mich auch aus. Also wurde es die Variante: Mikro steht vor dem Gast und mir, auf einem Stativ.

Blieb nur noch die Frage: welches Mikrofonen nehme ich? Wer sich mit Mikrofonen für Podcasts beschäftigt stösst schnell auf das Shure SM7B. Überall liest und hört man nur Gutes. Ich hatte es schon fast gekauft, da bin ich über ein altes Sennheiser Mikrofon gestolpert. Das MD441 wurde 1971 eingeführt und war jahrelang das Standardmikrofon in diversen Talkshows und es wird bis heute unverändert hergestellt. Was so lange im Einsatz ist, kann für meinen Podcast nicht schlecht sein. Ich habe einige Tests gelesen und entschied mich dann für das MD441. Allerdings ist es doch recht teuer. Aber wenn es seit Jahren unverändert hergestellt wird, warum nicht mal nach gebrauchten MD441 suchen. Ich bin dann bei Ebay fündig geworden und habe zwei komplett schwarze MD441 gekauft — eine Sonderedition aus den 80ern.

Verstärker
Einen Nachteil haben dynamische Mikros und somit auch das MD441: der Eingangspegel ist recht niedrig und man muss das Mikrofon nah an den Mund halten, damit der Ton laut genug ist und es nicht rauscht. Um den Eingangspegel zu erhöhen bin ich auf TritonAudio gestoßen. Sie stellen mit dem Fethead einen kleinen „Verstärker“ her, den man zwischen Mikrofon und Aufnahmegerät steckt und der das Signal verstärkt.

Stative
Die Stative sind von Amazon.

Aufnahmegerät
Die Entscheidung für ein Aufnahmegerät war schnell gefallen. Zoom Audio stellt einige Fieldrecorder her, die quasi „von allen“ Podcastern verwendet werden. Ich habe mich für den Zoom H6N entschieden, weil ich daran bis zu vier Mikrofone anschließen kann. Theoretisch könnte man das Mikrofon auch an ein Soundmodul anschließen, das mit dem Rechner verbunden ist — so könnte man direkt auf dem Rechner aufnehmen. Immer den Rechner für die Aufnahme zu benötigen kam mir aber irgendwie umständlich vor.

Kopfhörer
Um vor den Aufnahme den Ton zu kontrollieren nutze ich den ATH-M50 X von Audio-Technica.

Nachbearbeitung
Für den Schnitt und die Nachbearbeitung habe ich mich für Adobe Audition entschieden.

Hosting
Die ersten Episoden sind aufgenommen und in ein paar Wochen wird mein Podcast “Unwordy” veröffentlicht. Gehostet wird er dann auf Podigee.

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Jürgen Alker

Building stuff around NFTs and Metaverse. Consultant and Head of NFT Studio @ Highsnobiety